Angesichts des jungen Alters in dem Lars seine Karriere startete, galt der gebürtige Berliner immer als der ewige Teenager unter den Heerscharen von DJs und Produzenten. Er kann aber von sich behaupten, wenn nicht gerade als DJ, sondern eher als Musikverbraucher von Anfang an dabei gewesen zu sein und die Geburtsstunden von House, Techno und Electro hautnah und mittendrin statt nur dabei miterlebt zuhaben. Erste Erfolge im Bereich des Auflegens brachte vor allem die Zeit, in der er zusammen mit seinem Bruder C.y.Ber seit 1993 eigene Veranstaltungen im House und Electro Bereich startete . Gemeinsam spielten die Beiden als B.O.D. [Brothers of Desaster] an 4 Plattenspielern und vereinten groovigen Housesound mit feinsten Electrobeats. Daneben galt für Lars allerdings, seine eigene Art von House Musik im großen Stil zu betreiben und zu etablieren.Lars bekam seine Chance und gab sein damaliges Debüt auf einer Chicaria Labelnight im Hamburger Club "Waagenbau". Er lernte Marcello Marchitto, Manuel Lopez, Michael Holle und Ulli Rüger kennen und war von dortan ein festes Bindeglied im Chicaria Clan. Nach unzähligen Bookings im In- und Ausland bot sich in den vergangenen zehn Jahren ausreichend Gelegenheit für Lars, seinen Stil immer weiter zu verfeinern und zu erweitern. Angesteckt vom Balearic Ibiza Sound wurde er von Manuel Lopez, mit dem er lange zusammen auf Tour war um dem Partyvolk das Feeling von Sommer, Sonne und Meer näher zu bringen. All diese Erfahrungen sind spürbar in seinen Tracks und ebenso in seinen percussiven und variationsreichen DJ Sets und machen das eine wie das andere zu einem besonderen Ereignis. Ob Electro House, Progressive oder Tribal, er stellt sich grundsätzlich auf die Musikliebhaber ein und kann variieren welcher Sound gerade angebracht ist. Die Kunst des Remixens ist längst eine Kunst für sich geworden. Ein Stück Musik eines meist fremden zu bearbeiten und zu interpretieren, ist dabei kein leichtes Unterfangen. Erst die richtige Balance zwischen Respekt gegenüber dem Original und dem eigenen Ansatz macht schließlich einen guten Remixer aus. Seine Remixe der letzten Zeit haben bewiesen, wie man dieser Aufgabe gerecht werden kann. Selbst aus noch so unscheinbaren Songs oder nur einzelne Vocal Passagen zaubert er mittels seiner ganz eigenen Handschrift, den typischen Schneemann Beat und das alles auf einem hohen produktionstechnischen Niveau. Lars hat sich stets leidenschaftlich mit positiv besetzter Musik auseinandergesetzt. Musik, die abhebt wie ein Flugzeug. Ausgerüstet mit einer gesunden Distanz zu übertriebenen Ernsthaftigkeiten, konzentriert sie sich schlicht und einfach darauf, magische Augenblicke zu erfinden, die manchmal verdammt nah an so etwas wie Glück sind. Lebensbejahende und positiv strahlende Tanzmusik. Im November 2006 verließ er das Label Chicaria Rec., um sich mit dem Wissen, was er sich über Jahre aneignete eigenen Projekten zu widmen.