LSC001: various Artists - This is FrankfurtRelease Day 20.08.2009 (Digital Only) Mainhatten, Bankfurt, Krankfurt... Die hessische Metropole hat ebenso viele Spitznamennamen wie Gesichter. Für die einen (meist Unwissenden) kaum mehr als ein kalter Klotz aus Glas und Stahlbeton, die anderen (Eingeweihten) konkurrenzloser Tempel der elektronischen Lüste. Fest steht: Was das Feiern betrifft, gehörten die Frankfurter stets zur Gattung der Unersättlichen, Unbeugsamen, Unermüdlichen. Kein Wunder, denn die verführerische Dichte an Dance Culture-prägenden DJs, Produzenten und Clubs dürfte unverändert weltweit einzigartig sein. Ob Trance, Hardcore, Chill Out oder Hard Tech in der Gestalt von Schranz - es gibt kaum keinen wichtigen Style, der hier nicht seinen Ursprung fand oder zumindest maßgeblich vorangebracht wurde. Ob in gestrigen Institutionen wie dem Omen und Dorian Gray oder heutigen Clubs wie dem Cocoon Club, Robert Johnson oder U60311, noch immer gilt: Vor dem DJ-Gott sind alle gleich. Werber und Dirnen, Banker und Luden - es ist immer noch dieser Leitgedanke, der das Partygeschehen in der Mainmetropole trägt. Das Label Lucky Sounds nimmt sich mit "This is Frankfurt" einer Tradition an, wie sie Anfang der Neunziger mit wegweisenden Samplern wie "Frankfurt Trax" ihren Anfang nahm. Die Erstellung eines Abbildes dessen, was Frankfurt tanzmusikalisch aktuell ausmacht. Mit tonangebenden Artists und Tracks ebenso wie Newcomern und Labels, stilistischen Unter- und auch Gegenströmungen. So gibt "This is Frankfurt" mit seinen stolzen 20 Tracks einen umfassenden Überblick, ohne allerdings Anspruch auf Vollständigkeit erheben können. Denn dazu ist die Szene FFM - zum Glück! - viel zu bunt. Den Einstieg liefert ein Electro Pop-Kulthit, der aufgrund der vocodierten Lyrics zu einer Hymne für die FFM Feiergemeinde geworden ist: "Wo kommen wir her" von La Rez im sensationellen Frank Kusserow-Remix. Den Status einer Legende nicht nur als Co-Producer oder Remixer (u.a. Moloko, 2Raumwohnung) sondern inzwischen auch als Solokünstler erarbeitet hat sich Martin Buttrich. Hier mit dem Glanzstück "Hunter" vertreten, beweist der Mann aus dem Taunusgebirge, wie man mit einer Handvoll geschickt geshuffelter Bass- und Percussion-Sounds das kreiert, was auch die Frankfurter Szene noch immer bewegt: Minimal Tech mit Grip(s) und Charakter. Mit L.exx Aurels umwerfender Micro Tech-Definition "311" folgt der erste von insgesamt fünf Track-Hochkarätern, die die junge Producer-Generation des FFM-Nachtlebens repräsentieren und das Label "LuckySounds" tragen. Weitere Beispiele sind das Duo "Groovemagnet" mit ihrer Roland "Jupiter"-dominierten Reminissenz an den 80er Jahre Electro-Sound (Track 15), Lars Schneemanns Electro House-glitchender Uplifter "Elextrix" (Track 17) oder auch die geleckte Tech House Triebtat "Far Out" von Laurel (Track 16). "Dont`mess with Frankfurt!" sagt ein altes Sprichwort. Und zumindest in tanzmusikalischer Hinsicht ist das ein Satz, der noch immer uneingeschränkt Gültigkeit besitzt. Und selbst manch einer, der vom anderen Ende des Dance-Universums anreiste, um ein Wochenende in Frankfurt zu verbringen, hat die Stadt wieder verlassen mit den Worten "So etwas hab ich noch nicht erlebt?" Download/Buy: Euer FeedbackHier könnt ihr euer Feedback abgeben. |
